Das Leben lieben – das Sterben suchen

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„Es war ziemlich aufregend unaufgeregt passiert. Bill war schon ein paar Wochen unterwegs und in regelmäßigen Abständen setzte bei ihm eine Depression ein. Schnaps war seine vorübergehende Lösung. Schnaps, bis er fremde Menschen ansprach und er eine Weile seine Bedeutungslosigkeit ausblenden konnte. An diesem Abend hatte er aber keine Gelegenheit dazu, denn plötzlich saß neben ihm diese kleine Frau. Sie sprach nicht und sah ihn auch nicht an. Er versuchte kurze Augenblicke von ihr zu erhaschen, ohne dass sie es bemerken würde. Er war noch nicht im richtigen Grad der Betrunkenheit angekommen, also wartete er einfach ab.

„Hör mal, ich hab ein Zimmer die Straße runter. Willst du mitkommen?“ Das waren ihre Worte und er hatte sie immer noch im Ohr. Nicht zuletzt, weil sie sie hin und wieder anwandte. Mal für ihn, mal nicht für ihn.
An dem Abend willigte er ein. Er wollte sie schließlich betrachten. Für eine Hure war sie zu schlicht und wenig aufreizend gekleidet. Die Aufregung war ihm in den Nacken gekrochen, als sie hinter ihm durch die Tür schritt und er einen Moment im Dunkel verschwand. Es stellte sich heraus, dass ihr Schmollmund und ihre dunklen Kulleraugen ihn genau da trafen, wo er verwundbar war. Er war schließlich lange alleine gewesen und sie schien Freude an ihm gefunden zu haben. Auch jetzt hatte er noch immer das selbe Gefühl, wenn er sie betrachtete. Bevor es wirklich hell werden konnte, hatte er sie gefragt.

„Kommst du mit?“ Sie pustete den Rauch an die Zimmerdecke, aber sie versuchte nicht Zeit zu gewinnen. Sie nahm sich nämlich sowieso immer alle Zeit der Welt.

„Ich erzähle dir nichts über mich, was vor 1967 passiert ist und du fragst auch nicht.“

„Hast du was ausgefressen?“

„Nein, aber ich hab’s für Geld gemacht. Mehr geht dich nicht an.“

„Und? Mein Angebot steht.“

Sie betrachtete ihn herausfordernd aus ihren Katzenaugen.

„Deine Brieftasche ist noch da und ich auch.“ schnurrte sie.

„Also?“ Würde sie ablehnen, würde er verschwinden.

„Einverstanden.“ Erst jetzt hatte Bill verstanden, was gerade wirklich passiert war. Er befreite sich aus ihrem Arm und zog sich halbherzig an. Die dunkle Jeans hing offen auf seinen Hüften, die Gürtelschnalle klimperte.

„Für ne‘ Nutte warst du aber ganz schön zimperlich.“

„Wie heißt du?“ fragte sie nonchalant. Sein Blick hing auf seiner Geldbörse. Er könnte ihr die Hälfte seines Geldes in die Hand drücken und sich weiter betrinken. Draußen machte sich allmählich der neue Tag breit. Er würde grau und dunkel werden und Bill war sich sicher, dass er ihn nicht überstehen würde. Ihre süße Stimme schlich sich in seine Gedanken. „Ich bin Susanna. Freut mich auch.“

„Bill.“ fiel er ihr hastig ins Wort. Wenn er jetzt noch ein Mal in ihre Augen sah, würde er für immer bei ihr bleiben müssen. Noch wanderte sein Blick über den Parkplatz, den Asphalt, der sich allmählich auflöste, die zerbeulten Autos und die sterbenden Bäume. Er seufzte. Ein Seufzen, dass diese ganze Welt und ihre Niedertracht in sich trug und dann drehte er sich um.

Dunkel umrandet, tiefes Braun, immer ein bisschen müde, aber stets wissend und voll von diesen ganzen Geheimnissen. Und manchmal nur für ihn, sich zierende Unschuld. So schaute sie aus ihren Augen zurück.

„Ich will noch heute über die Grenze. Es wird regnen.“

Sie sank erleichtert zurück in die Kissen und ihr Körper verschwand fast vollständig unter den dünnen Laken. Sie hatte ihn nie gefragt, wo er überhaupt hin wollte und es war ihr auch nicht wichtig. Sie hatte in ihm jemanden gefunden, der gute Gesellschaft bot und sie wollte bei ihm bleiben. Das hatte sie schon in dem Diner mit sich ausgemacht, als sie mit prüfendem Blick durch die Tür schritt und Bill das erste Mal auch nur erblickt hatte. Für einen Mann der ihr wirklich gefährlich werden könne, war er zu schmächtig, aber sicherlich immer noch stark genug, sie im betrunkenen Zustand ins Bett zu tragen. Außerdem gefiel ihr, dass sein Hemd völlig sorglos aus der Hose hing. Dieser Typ gab sich gar keine Mühe. Erschöpfte Augen starrten missmutig aus seinem unrasierten Gesicht in das Glas, das vor ihm stand. Dieses Bild brannte sich in ihre Erinnerung an ihn. Sollte er sich nicht als geeignet herausstellen, würde er trotz allem mit Sicherheit ein gelungenes Abenteuer abgeben.

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Sie lag neben ihm auf dem Bett. Seit Stunden war er vertieft in dieses bescheuerte Buch und sie verglühte fast. Doch auch als sie sich räkelte und theatralisch seufzte, bemerkte er nichts davon. Es war zum Schreien und genau jetzt würde ihr doch ein bisschen Liebe gut tun. Bill hatte sich einigermaßen damit arrangiert, dass sie öfter über ihn herfiel, als er über sie. Um ehrlich zu sein, schmeichelte es ihm sogar. Das Gefühl war aber immer nur von kurzer Dauer, denn ihre Gier bedeutete leider auch, dass sie nicht nur für ihn da war.

Langsam und bedeutungsvoll bewegte sie sich aus dem Bett, vielleicht ließ sich doch noch etwas ausrichten.

„Ich gehe duschen.“ Er schaute über den Rand des Buches hinweg, beobachtete sie.

„Ich kann jetzt nicht.“ Das war ihr doch egal. Dann suchte sie sich halt jemanden, der sie wertschätzte. Trotzig schnappte sie sich das Handtuch von der Stuhllehne. Jetzt jemanden zum Ficken zu finden, würde unheimlich viel Nerven kosten. Es war anstrengend. Immer.

Tatsächlich wirkte der kalte Schauer ein wenig und holte sie aus ihrer umwolkten Gedankenwelt.

Ein letztes Mal würde sie ihn bitten.

Nackt schlich sie sich zu ihm. Es war ein Spiel, dass sie manchmal mit ihm spielte. Sie konnte sehen, dass er nicht wirklich las, sondern nur auf die Seiten starrte. Vielmehr horchte er nach ihr und dem, was sie vor hatte.

Unisono legte er das Buch beiseite und sie sich auf ihn. Ihre nassen Haare tropften auf sein Hemd und hinterließen ein feucht kaltes Gefühl auf seiner Haut. Ihr Körper strahlte Hitze durch seine Kleidung und das Gewicht, mit dem sie ihn aufs Bett drückte, berührte ihn immer. Aber nicht jetzt. Mit zarten Fingern schob er ihr Haarsträhnen aus dem Gesicht und bei dieser Berührung starrte sie ihn verständnislos an.

„Nicht das.“ hauchte sie. Zärtlichkeiten waren jetzt völlig falsch. Das machte nur traurige Gedanken. Sie krallte sich in sein Hemd, während sie ihm einen Kuss aufzwang.

„Ich habe nein gesagt.“ Er drehte den Kopf zur Seite und ehe er sich versah, war sie aufgesprungen und zog sich an.

„Dann gehe ich jetzt.“ Die Worte fielen einzeln vor ihr zu Boden. Jedes war schwer.

„Ja, geh. – Vielleicht legt dich mal einer um.“ Er zündete sich eine Zigarette an. Sie hatte sich die Haare hastig hochgesteckt.

„Ja, vielleicht. Wenn du es nicht machst.“, murmelte sie mit einer Haarnadel zwischen den Lippen.

„Du könntest viel Geld verdienen. Warum hast du damit überhaupt aufgehört?“

„Arschloch.“ Mit einem Knall fiel die Tür ins Schloss. Hätte er doch nur gewusst, dass sie sich manchmal auch bezahlen ließ, vielleicht hätte er dann Verständnis gehabt. Bill war einfach. Ein Romantiker und auch wenn er es niemals zugeben würde, wusste sie, dass er sich manchmal nichts inniger wünschte, als ein sicheres vorhersehbares Leben.

Er würde dort liegen, bis sie zurück kam, weil er sich nicht rühren konnte, mit den Bildern im Kopf, weil er Angst davor hatte, dass sie einmal nicht zurück kommen würde.

Später wurde sie ins Bett gekrochen kommen und so tun, als sei nichts passiert. Sie würde nach Sex riechen und vielleicht würde sie sogar weinen. Das tat sie manchmal, wenn sie weg war. Er nahm sie in den Arm, egal was vorher passiert war.

„Bill! Wir müssen abhauen. Pack deine Sachen.“ Stockend wurde er wach und die Worte, die sie ihm entgegen geschleudert hatte, kamen erst bei ihm an, als er sie aus verschlafenen Augen einen Moment fragend anstarrte. „Was?“ Sein Hals war schrecklich trocken und er fühlte sich fiebrig.

„Wir können nicht bleiben.“ drängte sie beharrlich weiter, während sie umherlief und wahllos ihre Kleidung in eine Tasche stopfte.

„Hat dir einer was getan?“ Früher oder später musste es ja mal passieren. Scheißkerle gab es schließlich genug. Manchmal konnte auch er sich nicht davon ausnehmen.

„Jetzt lieg da nicht so rum.“ fauchte sie. Wie konnte er nur so langsam sein? Ihm flog seine Jeans entgegen. „Wenn es einer mitbekommen hat.“

„Was mitbekommen?“ Und plötzlich sprudelte es mit unheimlichem Wahn aus ihr heraus.

„Ich glaube, ich hab den Wichser umgebracht, Bill!“ Schneller als sie sich jemals hatte vorstellen können, war er vollständig bekleidet und mit der Tasche in der einen und ihrer Hand in der anderen auf dem Weg zum Auto.

„Du erzählst mir alles. Und ich schwöre es dir, Susanna -“ Er warf die Tasche auf den Rücksitz und sah sie über das Autodach fest an „- wenn du mich wieder anlügst, schmeiß ich dich unterwegs raus.“

„Aber-“

„Steig ein, verdammt nochmal.“

Die Reifen drehten kurz auf dem Schotter durch und der Motor heulte auf, bevor sie das Motel hinter sich ließen. „Ich höre.“ knurrte er. Seine Hand umklammerte das Lenkrad so fest, dass seine Knöchel weiß waren. Er sah sich nicht um, starrte angespannt auf die Straße. Sie saß stumm neben ihm, rührte sich nicht und versuchte möglichst teilnahmslos zu wirken. Sie hatte es ja selber kaum geglaubt. Kurz fragte sie sich, ob sie es sich nur eingebildet hatte.

„Er war scheiße zu mir.“ Irgendetwas in ihr war ein Filter, der das Chaos in ihrem Kopf davor bewahrte, sich aus ihr zu ergießen und ihre Mitmenschen zu ertränken.

„Das wars? Er war scheiße zu dir? Mehr willst du mir nicht sagen?“ Sie waren eine halbe Stunde durch die Dunkelheit gefahren, als er den Wagen ausrollen ließ, sich über Susanna hinweg beugte und die Beifahrertür aufstemmte.

„Raus.“

„Bill?“

„Raus.“

Ohne ihn auch nur anzusehen nestelte sie kurz an ihrer Handtasche und stieg dann aus dem Wagen. Dann schlug sie die Tür zu. Eher wäre sie gestorben, als jemals mit jemandem über die Sachen in ihrem Kopf zu sprechen. Klug war das nicht, was sie hier veranstaltete, aber sie hatte sich schließlich schon vor ihm alleine durchgeschlagen. Also würde sie das auch jetzt schaffen. Bill zögerte tatsächlich einen Augenblick, bevor er erneut Gas gab und ohne die kleine Frau in der Nacht verschwand. Die Rücklichter flackerten rot und unheilvoll. Es würde schon gehen. Es musste. Entschlossen setzte sie sich in Bewegung. Die letzten Stunden verschorften ziemlich rasch. Dass sie jemandes Leben ausgelöscht hatte, traf sie herzlich wenig. Er hatte es schließlich verdient und Menschen hatte sie schon öfter sterben sehen. Kurz fragte sie sich, wann sie so abgebrüht geworden war, aber es wollte ihr nicht mehr einfallen.

Susanna konnte in diesem Moment nicht wissen, dass der „Wichser“, den sie tot glaubte, gerade in einem dunklen Motelzimmer zu sich kam – nackt, seiner Geldbörse beraubt und mit seinem Gürtel um den Hals.

Bill hatte seit drei Tagen unaufhörlich Schnaps in sich hinein geschüttet und machte sich mit einem Gefühl von Gleichgültigkeit und dem bekannten Selbstmitleid auf den Weg zu seinem Auto. Er würde seinen Rausch ein wenig mit Schlaf dämpfen. Noch von weitem war er sich klar – sie war es. Er öffnete die Fahrertür und steig ein.

„Wie bist du ins Auto gekommen?“

„Ich hab noch einen Schlüssel.“

„Ich hab dir nie einen gegeben.“

„Ich hab einen nachmachen lassen.“

Mal wieder eine Kleinigkeit aus dem Archiv von 2017.
Meine Protagonisten sind häufig auf der Flucht – vor sich, vor dem Leben und auf der Suche nach Veränderung, einem Sinn oder bloß einfachem Überleben. Da vereint uns einfach der Drang zur Sehnsucht.

laimas māte – 3 jahre

ligo

2016

Wirf, Laima, der Nelaime einen Stein in den Rücken!

Es sind jetzt drei Jahre und ein paar Tage, dass mein Vater nicht mehr lebt und Laima hat mich gut durch die Zeit gebracht.

Ich bin froh, dass dieses Foto genau wenige Tage vor seinem Tod entstanden ist. Es ist ein Abbild des Verhältnisses zu meinem Vater geworden und mein Symbol für Laima, die den Fluss verändert, durch ihr sanftes Eingreifen. Es steht für die viel zu späte Auseinandersetzung mit meinem kulturellen Hintergrund, der Migrations- und Fluchtgeschichte einer Familie, die ich kaum kenne und ist genau deshalb ein Teil der kulturellen Identifikation, die in einer so schweren Zeit Halt und Trost gespendet hat.

In Nachgang entstand „Nelaime“. Eine Arbeit, die mit Laima in den Dialog tritt. Beide sind 2017 zusammen ausgestellt worden.

Nelaime

2017

 

put it down

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„Es wäre gelogen, zu sagen, dass ich alles wie eine erwachsene Frau meisterte. Das Gegenteil war eher der Fall. Mich überforderte alles und ich hasste Devon noch mehr dafür, dass er mich in diese Unsicherheit gestoßen hatte.

Neben mir lag ein kleiner Vogel, die Flügel ein wenig ausgebreitet, flach zwischen den Blättern. Ich richtete mich auf. Er hatte das Vögelchen verletzt, mit den Pfoten zu Boden gedrückt und ihm weh getan und ich musste es retten. Ich würde es retten. Vorsichtig, damit es nicht noch mehr leiden musste, schob ich meine Hände unter den kleinen Körper. Er fühlte sich tatsächlich federleicht an und ich wunderte mich, dass dieses Tierchen fast kein Gewicht hatte. Er wehrte sich glücklicherweise nicht, wusste wohl, dass ich ihm helfen würde. Bedächtig, meine Augen nicht von dem zarten Geschöpf lassend, richtete ich mich auf. Die Federn kitzelten in meiner Hand und die kleinen Füßchen mit den winzigen Krallen kratzten ein wenig.
Eilig schritt ich durch die Tür. Richard saß, die Füße auf den Tisch gelegt, lesend auf einem Stuhl. Er sah auf und beobachtete mich misstrauisch. Er würde es töten, da war ich mir sicher, also versuchte ich, es zu verstecken.
„Samantha, was hast du da?“, er hatte den Braten gerochen und mir klopfte das Herz bis zum Hals.
Nichts.“ stammelte ich.
Wenn du nichts hast, kannst du es mir doch zeigen.“
Nein.“ Er legte das Buch beiseite und nahm die Unterschenkel vom Tisch. Er durfte es nicht wissen. Ich drehte mich weg von ihm, streichelte dem kleinen Tierchen mit dem Daumen tröstend über die Flügel. Aber es brauchte Hilfe. Verzweifelt ließ ich mich auf den anderen Stuhl fallen und bettete das Vögelchen auf den Tisch. Abwechselnd lag Richards Blick auf dem Tier um mir dann fragend in die Augen zu sehen. Er beugte sich nach vorne.
Soll das ein Witz sein?“
Er braucht Hilfe. Vielleicht hat er sich was gebrochen. Der Hund hat ihm weh…“
Sam, das ist ein toter Vogel.“ Wie er so etwas behaupten konnte, war mir ein Rätsel. Ich starrte ihn an, ungläubig, widerspenstig, knabberte an meinen Fingernägeln.
Das ist nicht wahr.“ mehr konnte ich nicht kontern. Mit spitzen Fingern griff Richard nach einem Flügel, bevor ich überhaupt reagieren konnte, hob er das Tier hoch. Er sollte ihm nicht wehtun. Gleich würde das arme Ding flattern und vor Angst piepsen. Richard ließ los. Das Tierchen fiel reglos mit einem dumpfen Geräusch auf die Tischplatte zurück.

Mausetot.“ brummte er mir trocken entgegen. Ich fühlte mich wie ein Kind – ertappt bei etwas, was eigentlich verboten ist. Wortlos stand Richard auf. Er sah mich an, legte mir eine Hand auf die Schulter. Sein Daumen lag eine Sekunde zu lang auf meinem Schlüsselbein. „Nimm deine Finger da weg!“ knurrte ich leise. Plötzlich schämte ich mich entsetzlich dafür, dass ich nichts mehr unter Kontrolle hatte. Es war furchtbar. Wem konnte ich trauen, wenn sogar ich mich nicht mehr verstand?
Drehst du jetzt völlig durch?“ Ja, verdammt nochmal. Ja, hätte ich ihm gerne entgegen gebrüllt, aber ich war nur noch matt. Ein letztes Mal keimte meine Hoffnung auf.
Aber eben, da…“ begann ich. Er schnappte sich das Tier und verschwand damit nach draußen. Ich eilte ihm hinterher. „Lass das hier. Wo willst du damit hin?“

Samantha, er ist tot.“ Außer mir vor Wut packte ich sein Handgelenk, hielt ihn so fest und ruhig, wie ich konnte und zog dem Vogel aus dem Gefieder der Flügel eine lange und vor allem wunderschöne Feder. Wortlos ließ ich Richard los und verschwand wieder im Wagen.
Im Gegensatz zu dir habe ich keine Zeit zum Spielen.“ Sein Blick war spöttisch geworden, als er zurück kehrte.
Aber du würdest es gerne.“, entgegnete ich trotzig. „Gib es doch zu.“ Ich steckte die Feder zu den anderen an den Fensterrahmen. Siebzehn. Endlich hatte ich genug Mut, ihm Paroli zu bieten.“

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Auszug aus unbetiteltem Roman / 2016

vaporization

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2018 / Polaroids

The Aftermath – Zu Tisch

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Vielen Dank an die Keller III – Crew, besten Dank an Sophia, die sich so hingebungsvoll um alles und alle gekümmert hat. Die Organisation war on point und die zwei Wochen waren eine super Zeit im Keller. 🙂 Danke auch an alle Mitkünstler, Gäste, neue Kontakte und Freunde für die guten Gespräche und den regen Austausch und fürs Dasein.

Techtalk: Photos – Minolta X700 / f1.7 / CineStill800T@1600
Soll ja keiner sagen, ich hätte in den zwei Wochen im Keller nur getrunken und geraucht.